Schornsteinfeger und Postbank kooperieren

Montag, 17. August 2015 - 18:10 Uhr

Die Postbank Gruppe und der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks wollen enger zusammenarbeiten, um die energetische Sanierung von Wohngebäuden in Deutschland voranzutreiben.

Zu diesem Zweck haben sie die „Energie Effizienz Agentur GmbH" (Eneffa) ins Leben gerufen. Die Eneffa stellt Informationen zur umweltgerechten Sanierung, zur staatlichen Förderung und zur Finanzierung von Energiesparinvestitionen bereit und vermittelt vor Ort Sanierungsexperten für Hausbesitzer.

Unter dem Dach der Eneffa schließen sich regionale Expertenteams zusammen, die bei der Sanierung zusammen arbeiten. Die Teams bestehen aus Energieberatern (Bezirksschornsteinfeger mit Energieberater-Qualifikation), örtlichen Handwerksbetrieben (Heizung, Solar, Wärmedämmung) und Finanzfachleuten (Baufinanzierung, staatliche Förderprogramme). „Zwar wissen die meisten Hausbesitzer, dass die energetische Sanierung eine sehr lohnende Investition ist und vom Staat großzügig gefördert wird", sagt Dr. Michael Meyer, der im Vorstand der Postbank für die Baufinanzierung verantwortlich ist, „aber viele fühlen sich überfordert, verschiedene Gewerke an einen Tisch zu bringen und deren Vorschläge in ein Gesamtkonzept zu bringen. Auch bei der Beantragung der staatlichen Förderung und der Erstellung eines Finanzierungskonzeptes benötigen sie Unterstützung."

Hier setzt die Eneffa an. Die Schlüsselfunktion hat dabei der als Energieberater ausgebildete Bezirksschornsteinfegermeister. „Der Schornsteinfeger hat Gebäude, Heizungsanlage und Brennstoffe umfassend im Blick und berät die Kunden darüber hinaus unabhängig und fachkompetent", so Hans-Günther Beyerstedt, Präsident des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks.

Die Eneffa verfolgt ein modular aufgebautes Energieeinsparkonzept. Es besteht aus einem Energieausweis und einer Energie-Vor-Ort-Beratung durch den Schornsteinfeger / Energieberater. Mit Hilfe der Finanzexperten der Postbank wird dann ein Finanzierungskonzept erstellt - dabei werden insbesondere die öffentlichen Fördermittel berücksichtigt. Das abschließende Modul ist die fachkundige Baubegleitung durch den Energieberater. Sie wird von der KfW gefördert. Schließlich erfolgt die Zertifizierung des modernisierten Hauses als „Umweltbewusst saniertes Haus".

Experten schätzen, dass zwölf Millionen Wohnhäuser in Deutschland in den nächsten Jahren energetisch saniert werden müssen. Bis zu 70 Prozent ihrer Energiekosten können die Bewohner sparen, wenn die Arbeiten dazu fachgerecht erledigt werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.eneffa.com.
Quelle: Bundesverband d. Schornsteinfegerhandwerks


Mehr Flexibilität und Innovation für Hausbesitzer

Montag, 17. August 2015 - 18:09 Uhr

Mit Wirkung vom 29.11.2008 ist das neue Schornsteinfeger- Handwerksgesetz in Kraft getreten. Wesentliche Neuerungen sind die Lockerung des Kehrmonopols, die Vergabe der Kehrbezirke auf Zeit, sowie die Übertragung der Verantwortung und Haftung auf die Hauseigentümer.

1. Lockerung des Kehrmonopols für mehr Flexibilität
Bisher versorgte ein zuständiger Bezirksschornsteinfegermeister alle Kunden seines Kehrbezirks mit sämtlichen Leistungen rund um Feuerstätten und Abgasanlagen. Das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz sieht nach einer Übergangszeit vor, dass Kunden ab 2013 jeden zugelassenen Schornsteinfegerbetrieb mit Reinigungs-, Mess- und Überprüfungsaufgaben beauftragen können. „Damit stellt der Gesetzgeber Schornsteinfegerbetriebe in den Wettbewerb und sorgt so für flexible und innovative Leistungsangebote am Markt“, urteilt Hans-Günther Beyerstedt, Präsident des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks.

2. Sicherheit garantiert aus einer Hand
Freier Wettbewerb und Sicherheitsvorsorge sind Themen, die sich oftmals unvereinbar gegenüber stehen. Damit die Sicherheit von Hauseigentümern in Zukunft nicht auf der Strecke bleibt, hat der Gesetzgeber für so genannte „hoheitliche" Aufgaben wie Brandschutz und die Abnahme von Feuerungsanlagen bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger vorgesehen. Diese sind nach wie vor in einem Kehrbezirk für alle Haushalte zuständig. Die Kehrbezirke werden allerdings nur für die Dauer von sieben Jahren vergeben. Danach können sich die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger erneut darum bewerben. So sorgt das Schornsteinfegerhandwerk dafür, dass Hausbesitzer stets von qualifizierten Fachleuten betreut werden.

3. Alle Termine im Blick mit dem Feuerstättenbescheid
Bisher lag die Verantwortung für die an Feuerstätten und Abgasanlagen notwendigen Arbeiten beim Bezirksschornsteinfegermeister. Nach dem neuen Gesetz wird diese Verantwortung auf die Hausbesitzer übertragen und verpflichtet diese, die erforderlichen Arbeiten fristgerecht durchführen zu lassen. Damit die Kunden auch künftig alle Termine im Blick haben, erhalten sie bei der nächsten Feuerstättenschau einen so genannten „Feuerstättenbescheid“. In diesem Formular sind alle Feuerstätten und Abgasanlagen sowie die vorgeschriebenen Tätigkeiten einschließlich der Ausführungstermine aufgeführt. Und dann haben Hausbesitzer ab 2013 die Wahl: Für die im Feuerstättenbescheid aufgelisteten Tätigkeiten können sie jeden Schornsteinfeger auswählen, der über die dafür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Eine entsprechende Liste wird künftig im Internet unter www.bafa.de veröffentlicht. Zum Nachweis, dass die erforderlichen Tätigkeiten von einem zugelassenen Schornsteinfeger fristgerecht durchgeführt wurden, müssen die Hauseigentümer ein Formblatt führen. Dieses übergeben sie dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger.

Wer mit seinem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister zufrieden ist und sich lästige Terminverfolgung und Aufwand mit Formalitäten sparen möchte, lässt einfach weiterhin alle Arbeiten in vertrauensvoller und gewohnter Weise auch in Zukunft von diesem durchführen.
Quelle: Bundesverband d. Schornsteinfegerhandwerks


Neue Feinstaub-Limits für Holzöfen

Montag, 17. August 2015 - 18:09 Uhr

Seit dem 22. März 2010 gilt eine neue Verordnung über kleine und mittlere Feuerungs-anlagen, die unter anderem verschärfte Emissionsgrenzwerte vorsieht. Betroffen ist jetzt auch der klassische Kaminofen. 
Immer mehr Menschen heizen mit Holz. Das spart teuere Heizenergie und schont die Ressourcen. Bei der Verbrennung von Holz entsteht allerdings Feinstaub, der als gesundheitsgefährdend eingestuft wird. Als eine der Hauptquellen von Feinstaub gelten veraltete Heizöfen, häufig in Kombination mit falschem Heizverhalten. Die Novelle 1. BImSchV sieht künftig strengere Auflagen für kleine und mittlere Feuerungsanlagen vor, die mit festen Brennstoffen wie Holz, befeuert werden. 
Grenzwerte jetzt auch für Einzelöfen
Nach Auskunft des Bundesumweltministeriums sind vor allem Holz- und Kohleöfen mit einem Alter von 20 Jahren und mehr verantwortlich für zwei Drittel der freigesetzten Feinstaubmenge. Ab sofort legt die Verordnung erstmals auch für solche Holzöfen bestimmte Emissionsgrenzwerte fest 
Neue Anforderungen
Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, mit Ausnahme von Grundöfen und offenen Kaminen, dürfen nur betrieben werden, wenn durch eine Typprüfung des Herstellers die Einhaltung vorgegebener Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade belegt werden kann. Offene Kamine dürfen nur gelegentlich genutzt werden. Für bestehende Holzöfen sind abhängig vom Baujahr Übergangsfristen bis 2014, 2017, 2020 oder 2024 vorgesehen.
Nachweispflicht für Eigentümer
Bis Ende 2012 haben Sie als Besitzer bestehender Holzöfen Zeit nachzuweisen, dass ihr Ofen die vorgeschriebenen Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid (CO) einhält. Als Nachweis genügt die Prüfstandsmessbescheinigung des Herstellers oder die Messung durch den Schornsteinfeger. Zur Feststellung, wann die Übergangsfrist endet, nehme ich die Daten während der Feuerstättenschau oder eines anderen Termins in meine Dokumentation für Sie auf.
Altgeräte sanieren oder austauschen
Bestehende Öfen (mit Ausnahme von Grundöfen und offenen Kaminen), die den verschärften Anforderungen entsprechen, können zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Kann jedoch der geforderte Nachweis bis Ende 2013 nicht erbracht werden, müssen Sie als Besitzer handeln. Sie haben entweder die Möglichkeit eine Anlage mit einem baulich zugelassenen Staubabscheider bzw. einer anderen Einrichtung zur Staubreduzierung nachzurüsten oder sie komplett austauschen zu lassen. Nach Auskunft des Bundesumweltministeriums wären zurzeit 4,5 Millionen Holzöfen von einer Nachrüstung oder einem Austausch betroffen.  
Grundsätzlich räumt die Bundesregierung Ihnen als Eigentümer im Sanierungsfall lange Übergangsfristen ein (frühestens ab Ende 2014). Zu diesem Zeitpunkt müssen Anlagen nachgerüstet oder ersetzt werden, die vor dem 31. Dezember 1974 errichtet wurden. 
Schornsteinfeger Clever


Datum auf dem Typenschild

Zeitpunkt der Nachrüstung/ Außerbetriebnahme

bis 21.12.1974 oder nicht feststellbar

31.12.2014

01.01.1975 bis 31.12.1984

31.12.2017

01.01.1985 bis 31.12.1994

31.12.2020

01.01.1995 bis 22.03.2010

31.12.2024